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SMM 5. Runde: Glarner Schachspieler in Stadtfestlaune
Mit 5:3 gegen Réti Zürich holen die Glarner Schachspieler dringend benötigte Punkte für den Verbleib in der NLB. Lag es am Stadtfest? Oder am heissen Sommerwetter? Oder sind zurzeit die «Kleinen» nicht nur an der Fussball-WM bissig? Die Ausgangslage für den Schachklub Glarus war jedenfalls klar. Nachdem 2025 der Abstieg aus der NLB nur am grünen Tisch abgewendet werden konnte, weil eine andere NLB-Mannschaft sich zurückzog, hatte die Saison 2026 harzig begonnen. Im vierten Match mussten deshalb unbedingt Punkte her. Mannschaftsleiter Martin Dürst konnte den Stadtzürchern vom Schachklub Réti eine ebenbürtige Mannschaft entgegenstellen und somit stand den Stadtfestspielen nichts mehr entgegen. Zwei Doppelschläge für Glarus Syang Zhou und Nico Schenk-Pogan brachten Glarus mit zwei Siegen in Führung, die von Oswald Bürgi sowie Ingo Meyer mit je einem Remis abgesichert wurde. Die Zürcher legten nach. Sie bezwangen Dmitry Atlas und Martin Dürst, so dass der Match wieder ausgeglichen war. Dann aber machten Guido Neuberger und Markus Räber mit souveränen Siegen alles klar und stellten das Score auf 5:3 für Glarus. Olaf Scholz nannte sowas seinerzeit «Doppel-Wumms». Mit diesem Sieg konnte Glarus das Schlusslicht an Wollishofen abgeben, das zwar gleich viele Punkte wie Glarus, aber ein Spiel mehr aufweist. Nach der Sommerpause kommt es zum vorentscheidenden Abstiegskrimi gegen Wollishofen. Wenn Glarus diesen Match für sich entscheiden kann, wäre ein grosser Schritt zum Ligaerhalt getan, denn die weiteren Matches gegen Mendrisio, Tribschen und Nimzowitsch dürften schwierig werden. Zweite Mannschaft auf Erfolgswelle Wider Erwarten stand die zweite Mannschaft in der 3. Liga nach drei Runden an der Tabellenspitze, punktgleich mit vier weiteren Mannschaften, darunter Illnau-Effretikon, das in der vierten Runde in Glarus zu Gast war. Auch in der zweiten Mannschaft waren es zwei Siege von Daniele Flury und Daniel Jenny, die das Fundament für den knappen 3.5:2.5-Sieg der Glarner Mannschaft legten. Jakob Schmid, Andreas Hug und Matthias Küng spielten Remis, einzig Martin Wiesinger musste sich geschlagen geben. Damit bestätigte Glarus 2 den guten Saisonstart und behauptet sich zusammen mit Romanshorn und Toggenburg an der Tabellenspitze. Rangliste NLB Ostgruppe:
Glarus 1 steigt nach 6 Jahren in der NLB dank einem Team-Rückzug doch nicht in die 1. Liga ab und spielt auch 2026 in der NLB
Die Operation Ligaerhalt ist sportlich im letzten Moment gescheitert. Glarus 1 verliert gegen das Spitzenteam von Nimzowitsch Zürich nach hartem Kampf mit 3:5. Dank der hohen Anzahl ein Einzelpunkten hätte das eigentlich reichen müssen. Aber die beiden hinter Glarus klassierten Mannschaften von St. Gallen und Olten trennten sich 4:4 Unentschieden, das einzige Resultat, bei dem Glarus absteigt. Mit 6 Mannschaftspunkten (3 klare Siege und 6 knappe Niederlagen und 36.5 zu 35.5. Einzelpunkten müssen die Glarner eigentlich in die 1. Liga absteigen. Dank dem Rückzug von Trubschachen aus der NLB steigt aber nur ein Team ab und Glarus schafft den Ligaerhalt.
